Geschichte
Wer in den Achtzigern aufgewachsen ist, kennt ihn: den kleinen Plüschaffen mit dem Daumen im Mund und dem unwiderstehlichen Knopfaugenblick. Monchhichi – ein Name, der sofort Kindheitserinnerungen weckt und ein breites Lächeln ins Gesicht zaubert.
Alles begann in Japan
Am 25. Januar 1974 erblickte der erste Monchhichi das Licht der Welt – erschaffen von der japanischen Sekiguchi Corporation. Das Unternehmen hatte sich zuvor vor allem auf Auftragsproduktionen spezialisiert, entschloss sich aber Anfang der Siebziger, eigene Produkte zu entwickeln. Das Ergebnis war eine kleine Plüschfigur, halb Mensch, halb Äffchen, mit weichem Körper, zotteligen Haaren und dem ikonischen Daumen am Mund.
Der Name „Monchhichi" leitet sich vom französischen „mon chéri" (mein Liebling) ab – passender hätte er nicht sein können.
Deutschland entdeckt seinen Liebling
Bereits ab 1975 begann Sekiguchi mit dem Export nach Deutschland und Österreich. Eine österreichische Handelsagentur hatte den Kontakt geknüpft, und was dann folgte, überraschte selbst die Japaner: Der deutschsprachige Markt explodierte förmlich. In keinem anderen Land der Welt wurden die kleinen Kerlchen so heiß geliebt wie hierzulande – Deutschland blieb über Jahrzehnte der weltweit größte Markt für Monchhichi-Figuren, noch vor Japan selbst.
Mehr dazu erzählt auch dieser lesenswerte Beitrag auf J-BIG.de, in dem Sekiguchi selbst über die Sonderstellung des deutschen Marktes spricht.
Der Hype der Achtziger
In den frühen Achtzigern erreichte die Monchhichi-Begeisterung ihren absoluten Höhepunkt. Kein Kinderzimmer ohne mindestens einen kleinen Plüschfreund, kein Schulranzen ohne Schlüsselanhänger-Monchhichi. Die TV-Werbung mit dem eingängigen Jingle brannte sich ins kollektive Gedächtnis einer ganzen Generation – wer das Lied einmal gehört hatte, vergaß es nie wieder.
Die Figuren gab es in unzähligen Ausführungen: als klassisches Baby-Monchhichi, als Pärchenset, in Berufskleidung, als Astronaut, Fußballer oder Märchenprinzessin. Sekiguchi bediente jeden Geschmack und jedes Budget.
Meilensteine und Comeback
Nach dem großen Boom der Achtziger ebbte die Begeisterung etwas ab – aber verschwunden ist Monchhichi nie. Zum 30. Geburtstag im Jahr 2004 kehrte die Figur mit frischen Editionen zurück und begeisterte eine neue Generation von Fans, während Nostalgiker die Originals auf Flohmärkten und in Onlineshops aufstöberten.
Heute ist Monchhichi ein echtes Kultphänomen. Wer mehr über die offizielle Geschichte und aktuelle Neuheiten erfahren möchte, findet auf Wikipedia einen guten Überblick, während Sammlerherzen auf Seiten wie HobbyLark alles Wissenswerte über Varianten und Seltenheiten entdecken.